ANW-Beispielbetriebe

Forstverwaltung Flechtingen (Sachsen-Anhalt)

Beschreibung

Das Revier Flechtingen liegt im Grenzgebiet zwischen dem nordostdeutschen Tiefland und dem Flechtinger Höhenzug. Es ist gekennzeichnet durch eine breite Standortspalette von ziemlich armen Sandern bis zu kräftigen, skelettreichen Braunerden. Die Konkurrenzkraft der Buche gegenüber der Eiche ist zurückgesetzt.
Bis zu den Schadereignissen seit 2018 dominierte die Kiefer, oft im Reinbestand. Seit 1996 wurden Mischbaumarten eingebracht (hauptsächlich Douglasie, Küstentanne, Buche, Eiche, Wildobst, Edellaubhölzer). Die Wiederbewaldung der großen Kalamitätsflächen seit 2018 erfolgte hauptsächlich über Vorwälder aus Birke mit Anteilen von Aspe. Auf den kleineren Schadflächen auch über Hainbuche.
Ziel ist ein ertragreicher, kleinräumig strukturierter Mischwald in dem für die nächste Generation alle relevanten Baumarten als Mutterbäume auf der gesamten Fläche vertreten sein werden wobei ein Schwerpunkt auf den wertvollen Hölzern liegt.
Jagdlich steht die Anpassung der hohen Rehwildbestände an die waldbaulichen Ziele im Mittelpunkt. Das bedeutet, dass sowohl eine artenreiche Naturverjüngung aufkommen kann als auch dass Anpflanzungen von Mischbaumarten ohne Zaunschutz erfolgen können. Die Jagd erfolgt in Eigenregie. Die jagdlichen Aktivitäten konzentrieren sich dabei auf in Intervallen durchgeführte Einzeljagd sowie Stöberjagden.

Hinweis zum Treffpunkt für Exkursionen: Parkplatz an der L43 zwischen Flechtingen und Behnsdorf. Von Flechtingen kommend hinter der Unterführung rechts auf dem Parkplatz.

Zielsetzung

Verbesserung der waldbaulichen Risikostruktur sowie Optimierung zukünftiger Nutzungspotentiale. Erziehung von strukturierten, stabilen Mischbeständen auf ganzer Fläche durch Etablierung einer breiteren standortgerechten Baumartenpalette durch Ausnutzung biologischer Automatisierungsmöglichkeiten sowie durch die Vermeidung von Wildschäden.

Geologie

Hügelland, Hauptsächlich Vulkanite (Porphyr); Ca. 100 Meter über N. N.; Ca. 590 mm Niederschlag im langjährigen Mittel; Jahresmitteltemperatur: 8,5 Grad Celsius mit steigender Tendenz

Kontakt

Johannes Simons von Bockum Dolffs
Zum Schloss 2
39345 Böddensell
Telefon (mobil): +49 (0) 157 80 64 86 66
E-Mail:
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Ansprechpartner

(Herr) Johannes Simons